Mittwoch, 4.3.09, Chiang Mai

12:00 Mittag. Ein wenig Ruhe überkommt mich, was schön.

Gestern war ein anstrengender Tag, Alain und Chidapha sind anstrengend. Es ist schwer, sie zu verstehen, jeder auf seine Art, Englisch ist auch nicht ihre Stärke, dazu sind sie quirlig, energisch und chaotisch.

Danach bin ich froh, mal einen Tag alleine zu verbringen, die Stadt zu entdecken.

Beim Aufwachen hab ich auf gar nichts Lust, will keine Leute sehen, will nicht Fahrrad fahren, nichts.

Danach wurde mir mitgeteilt,dass mein Hotel mein Zimmer und alle anderen vermietet hatte, ich musste raus. Schock.

Und dann das Visum-Problem und ... hatte mich mein Glück verlassen? Deprimiert habe ich meine Sachen gepackt (15'), dann ein Tipp vom alten Mann: Sripoom House. Hin, nur 100 Meter, war gut, gleich gebucht, gleich ein Ticket für den Bus nach Myanmar zum Visa-holen gekauft, alles wieder ok.

Chiang Mai hat ein angenehmes Maß und eine ruhige Atmosphäre, vielleicht bleibe ich hier doch etwas länger hängen.


Die touristische Infrastruktur ist sehr gut, Cafehäuser, Bars, Frühstückscafes, Obstversorgung, ... das kommt dazu . Ich sollte dies und das hier noch erledigen: Frisör, Postkarten, ...

Es gibt sogar die richtig schönen Hotels,


dann auch richtig teuer, 40 bis 70 € die einfachsten Zimmer, ich weiß, für europäische Verhältnisse ist das nicht viel, trotzdem! Es gibt auch große Hotels, die sind aber nicht so schön.

Und es gibt Stadtviertel für und von den hippen, designorientierten Thais, Donnerwetter, kreatives Volk und Raum für die Umsetzung haben sie auch.





Donnerstag, 5.3.09

Ja , das Visum – Problem: Ich hatte mir in D kein Visum geholt, weil es hieß, man erhalte an den Grenzen für 10 Minuten Landverlassen eine neue Visum – freie Einreisegenehmigung für 30 Tage. Da hatte ich drauf gesetzt, aber ... Satz mit X, seit Dezember 2008 kriegt man nur noch 15 Tage, wenn man auf dem Landwege einreist, nur für Flugreisende gibt's weiterhin 30 Tage. Und es gibt im Lande definitiv keine Möglichkeit, ein Visum zu erhalten. Nur bei thailändischen Botschaften im Ausland. So musste ich also schon von Ko Mak einmal für den begehrten Stempel nach Kambodscha reisen, das war aber nicht schlimm, es wurde eine netter Ausflug mit dem Roller über Land. Aber heute lief wieder meine Aufenthaltsgenehmigung aus. Nach einigem Hin und Her habe ich mich für eine Fahrt mit dem Mini- Bus nach Myanmar entscheiden. Kurz gesagt hat das auch geklappt, ich habe wieder eine Stempel für 15 Tage und wenn die zu Ende sind, will ich auf jeden Fall in Laos sein.

Aber was für ein Aufwand, was für eine Bürokratie: Ich habe allein 8 – in Worten ACHT – Stunden im Bus verbracht, um nach Mae Sai und zurück zu fahren. Der ganze Ausflug dauerte von 7 Uhr morgens bis halb sechs am Abend. Bei der Ausreise aus Thailand wurde ein digitales Foto genommen, dann haben sich vier Beamte damit beschäftigt, meine Einreise nach Myanmar abzuwickeln. Nach vielen Stempeln, Formularen, 10 $ und einem weiteren Digitalfoto durfte ich dann ins Land. Bin nur 10 Minuten in über den Grenzmarkt gelaufen - der Minibus wartete - hätte Zigaretten und Viagra zum Superpreis kaufen können, durfte wieder zurück über die Grenze, habe diesmal Formulare für die Thai's ausgefüllt,


wieder tief in eine Kamera geblickt und wofür das alles nur? : um einen Stempel in den Pass zu kriegen, der mir erlaubt, wieder 15 Tage im Land zu bleiben. So'n Scheiß. Das ist Umstand ohne Ende, fast Kafkaesk. Als ob das nicht einfacher ginge. Aber alles aufregen nützt ja nichts. Et is, wie et is, da machst du nix!

Ich wurde immerhin ein kleines bisschen entschädigt: Die Fahrt führte durch eine wunderschöne Berg – und Tallandschaft mit grünen Reisfeldern, schönen Holzhäusern und wilden mehr oder weniger dichtbewachsenen Bergen, und als dann die Spätnachmittagssonne schien – das war schon ein magischer Anblick, hat mich schon berührt.