Freitag, 6.3.09


In Chiang Mai lässt es sich ganz entspannt von der Strapazen der Visa – Busreise erholen. Zumindest der Innenstadtkern besteht aus engen, ruhgen Gassen zwischen üppig grünen Gärten. Die Innenstadt ist von Touristen bevölkert, entsprechend sind die Lokale.



Samstag, 7.3.09

Habe wieder Alain und Chidapha getroffen.


Dabei tat sich plötzlich noch ein Kontakt mit Nathalie aus W. Auf. So haben wir geplaudert, die thailändische Küche getestet


und diverse Wats (Tempel) besichtigt


und fotografiert.


Sonntag. 8.3.09

Werde erst morgen starten, heute Museum


und die deutsche Auslandsküche mit Alain und Chidapha.



Das Essen war ein Erlebnis. Der Wirt und Betreiber einer Metzgerei kam aus Darmstadt und machte viel Wurst. Wir hatten neben Bratwürsten und Brühwürsten noch Kassler und Schweinehaxe auf dem Tisch. Ich hab reingehauen wie ein Scheunendrescher. Ich wußte gar nicht, dass ich so einen „Giepel“ auf deutsche Wurstwaren entwickeln kann. Dazu deutsches Bier vomFass. Am Mittag. Geil!

Hab angefangen, mir den Kopf wegen Malaria zu machen. Sollte sich wegen eines Arztbesuchs die Abreise doch noch weiter verzögern?

Zum Abschied gab's noch mal hundert fliegende Heißluftballons.



Montag, 9.3.09, 74 km, Chiang Mai – Chiang Dao

Ich werde keine chemische Malariaprophylaxe betreiben. Fahre so.

Bin früh los, deshalb waren die Temperaturen noch angenehm.

War noch viel Kalk in den Gelenken, seit 5 Wochen praktisch nicht mehr Rad gefahren.

Es ist extrem dunstig, die Sicht beträgt höchsten einen Kilometer, dabei sonnig.

Der Start erfolgte wieder auf einer großen, 4-spurigen Straße, erst nach 20 km wurde der Verkehr ruhiger. Nach 50 km kamen dann die ersten Hügel, und siehe da: die Landschaft wurde schöner.


Plötzlich standen auf den Feldern neben der Straße Elefanten.


Waren wohl nicht wild, sondern in einem Trainingscenter.

Nach 74 km in Chiang Dao hab ich Schlußgemacht, kleinere Stadt,


die nächste erst in 80 km. Gab sogar ein Hotel und verschiedene andere Angebote („Homestay“, „Rooms to rent“), hab mich für das Hotel entschieden, auf den ersten Eindruck ok, aber nach einer Viertelstunde musste ich meinen Eindruck revidieren: Heruntergekommen, unpersönlich.


Dienstag, 10.3.09, 87 km, Chiang Dao - Fang


Kalt ist's am Morgen, nur im T-Shirt friere ich echt! Frühstück mit Spiegelei – unangenehm, alle Fotobatterien auf'n Mal leer, dabei passiere ich einen großen Markt der Landbewohner, auch der umliegenden Bergstämme. Mütze verloren. Erst morgens im Lonely Planet gestöbert, Spitzenrestaurant verpasst. Jammern auf hohem Niveau!

Wetter ist wieder wie gehabt, sonnig und dunstig,


Bis zur nächsten Stadt – Fang - sind's diesmal über 80km, und der Weg führt über einen Berg.


Oft sehe ich Pick-Ups, die als Schwertransporter benutzt werden,
erstmals sehe ich Wasserbüffel,


wegen der Hitze muss ich immer wieder trinken, trinken, trinken. Finde ein Hotel namens Baan – Sabai Hotel, geällt mir gut. Neue Mütze gefunden.


Mittwoch, 11.3.09, 95 km, Fang – Mae Chan


Trotz schönem Zimmer schlecht geschlafen, trotzdem rollen die Räder gut. Heute noch länger, noch mehr Berg. Passiere Reisfelder,


Eisverkäufer,


Reisläden, Fischer, Tankstellen,


Polizeikontrollen,


Bambusdörfer,


Bambusgerüste


und Holzhäuser. Die Gegend wird entlegener, die Autos seltener, die Dörfer urtümlicher. Es heißt, es soll hier Bergstämme geben, die noch weitgehend ihr eigenes Leben leben. Offensichtlich auch direkt an dieser Straße. Ich frage eine Frau, die vor ihrem Haus sitzt und Körbe flicht, ob ich sie fotografieren darf. Als Antwort streckt sie mir die hohle Hand entgegen und sagt: „ Ten Baht“, das ist die Landeswährung. Nee, sage ich, so nicht , und fahre weiter.

Immer wieder Pausen zum trinken, fotografieren, auch stimmloses plaudern.

So wird es Fünf Uhr, dass ich in Mae Chan ankomme. Mit thailändischer Hilfe finde ich ein Hotel, diesmal mit Pool.