Nach 3 geselligen und schönen Wochen nehme ich mal wieder die Berichterstattung auf.


Dank der freundlichen Hilfe meines Nachbarn Herrn Kämper hat sich meine Beobachtung in den „offiziellen“ Gezeitentabellen bestätigt. Also, liebe Erdkundelehrer, aufgepasst, nicht überall auf der Welt ist der Rhythmus von Ebbe und Flut so schön deutsch-ordentlich wie am Nordseestrand!


Sonntag, 1.3.09


Alle Mann zum Flughafen, warteten bis zum Abflug,Abschied nehmen.

Wo ich schon am Airport war, habe ich bei verschiedenen Gesellschaften die Preise nach Vientiane und Chiang Mai erfragt. Neue Idee: Der Flug nach Chiang Mai ist geradezu billig: 40,-€!. Von dort könnte ich recht schnell nach Laos gelangen, dann wäre das Visa- Thema durch!

Danach wurd 's ziemlich langweilig und frustig: Der Bus zurück brauchte ewig, der Laden, in dem wir die Halskette gesehen hatten, war geschlossen; meine Versuche, ein Tuk-Tuk zu mieten, gingen schief; als ich in das gemeinsam bewohnte Zimmer kam, in dem ich jetzt alleine lebe, fühlte ich mich einsam.

Was bleibt? Einen Spaziergang machen, im Internet nach Grenzübergängen suchen, Bananenchips essen, auch ok.


Montag, 2.3.09

In aller Ruhe fahre ich um 9:10 zum Flughafen, erwische knapp und dann mit rennen einen Platz in der Maschine um 10:30 nach Chiang Mai, mein Rad wird als normales Reisegepäck mitgenommen, bin um 11:40 in Chiang Mai, das gefällt mir.

Hier ist es nicht einen deut kälter als in Bkk, ich montiere also mein Rad und fahre vom Flughafen weg, wähle immer den Weg mit dem dicksten Verkehr, komme so leider nicht(!) direkt nach Chiang Mai sondern von der Seite in die Stadt. Ein Minibusfahrer schenkt mir einen Stadtplan, ein Cafe bietet Ruhe, Torte und Kaffee, so kann ich mit dem Lonely Planet aus der riesigen Zahl von Unterkünften 4 auswählen, die ich mir angucke. Wodurch ich außerdem zu meiner ersten Stadtrundfahrt gelange. Der erste Eindruck: Nur leicht geschäftig, kleinstädtisch, touristisch, grün.


Ich hatte mir die Stadt anders vorgestellt, man macht sich ja immer so Bilder: ich hatte eine hohe, dunkle, enge Bebauung erwartet Das 3. Haus nehme ich. Telefonisch erreiche ich meinen Freund Alain, der zur Zeit in Maekhu ist, 15 km entfernt, juchhu, Verabredung für Morgen, 10:00 Uhr!

Noch 'ne Stadtrundfahrt, ich sehe, dass sich in einigen Ecken Reisebüro an Restaurant an Bar mit Billard an Massage an Internetcafe reiht. Woanders stapeln sich die Läden mit Kunsthandwerk. Außerdem sehe ich mehr Buchläden als auf meiner ganzen bisherigen Reise zusammen. Nach dem Abendessen beginne ich noch ein wenig zu daddeln= einen HighScore knacken.

So war dieser Tag. Gut!


Dienstag, 3.3.09

Im Starbuck am Taepae-Tor treffe ich Alain und Chidapha.


Alain hatte ich in den USA in Fort Gibson getroffen und war seitdem mit ihm in Kontakt geblieben. Wie das Leben so spielt, hält er sich zur Zeit ebenfalls in Thailand auf, welch ein Zufall. Tja, er hat sich vor einigen Jahren hier verliebt Wir haben uns viel zu erzählen, auch wenn die Verständigung schwierig ist, keiner hat Englisch als Muttersprache und doch ist das die einzige gemeinsame Sprache. Der Funke springt über, es geht mit viel Willen, wir besichtigen den Tempel Wat Doi Suitep,












auf einem Berg, hoch oberhalb der Stadt. Hier kann man auch – man staune – Meditationskurse machen!


Wir fahren dann in das Dorf, in dem die beiden wohnen. Ich lerne Sohn, Mutter, Schwester und Neffe kennen und kriege das neue Haus zu sehen, an dem Chidapha und Alain gerade bauen. Danach gibt's noch eine Besichtigung (Schirmmanufaktur),


dann bringen mich die beiden in mein Guesthouse, der Abschied zieht sich hin.